Teilprojekt 1: Träume zwischen Seifenopern und eigenen Erfahrungen

- Projektbericht der Frauengruppe -

Bereits zu Beginn des Projektes wurde deutlich, dass es den Teilnehmerinnen wesentlich leichter fiel, über sich und ihre Gefühle zu sprechen, wenn sie gleichzeitig kreativ tätig sein konnten. Dieses wurde im Projektverlauf berücksichtigt, so dass die thematische Arbeit von Kreativangeboten umrahmt wurde.

Zu Beginn wurden Schatzkisten gebaut. Die jungen Frauen haben mit viel Engagement und gegenseitigen Hilfestellungen die handwerkliche Herausforderung angenommen und die Kisten anschließend liebevoll bemalt. Während dieser kreativen Phase wurden Themen wie Familie, häusliches Umfeld, allgemeine Lebenssituation praktisch nebenbei bearbeitet.

Ein Highlight war die gemeinsame Aktion der Frauen- und Männergruppe im Niedrigseilgarten. Bei verschiedenen Übungen ging es vor allem darum, als Team Aufgaben zu lösen und einander zu vertrauen. Außerdem konnten alle ihre Geschicklichkeit auf der Seilanlage beweisen.

Die Herstellung der Gipshände und Masken war für die jungen Frauen ein sinnliches Ereignis, was sie in Kombination mit Massagen genossen haben. Auch diese wurden im Anschluss liebevoll verschönert. Im Gruppengespräch wurde bearbeitet, was sie selber tun können, um es sich gut gehen zu lassen. Darüber hinaus wurden Schönheitsideale hinterfragt, im Internet über Schönheitsoperationen recherchiert und diese kritisch diskutiert.

Aufgrund der bevorstehenden schriftlichen Prüfung wurde der Themenblock „Umgang mit der Angst“ eingeschoben. Die jungen Frauen bekamen dabei u.a. die Gelegenheit, ihre eigene Angst zu überwinden, in dem sie verschiedene Fakir- und Feueraktionen selber ausprobieren konnten.

Die Herstellung der Bilderrahmen aus Pappmachee war eine klebrige Angelegenheit, bei der es viel Gelegenheit gab, sich über Partnerschaft, unterschiedliche Sichtweisen von Frauen und Männern auszutauschen. Dabei entstand die Idee, einen Fragebogen für die Männergruppe mit dem Titel „Was wir euch schon immer fragen wollten ...“ zu entwerfen.

Eine weitere handwerkliche Herausforderung war es für die jungen Frauen, aus filigranen Holzlatten und Stoff Leinwände selbst herzu-stellen, die anschließend mit individuellen Gemälden geschmückt wurden. Insbesondere während des Malens kamen intensive Gespräche über Sexualität sowie Schwangerschafts- und Krankheitsverhütung zustande.

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